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Sonntag, 8. September 2013

In 14 Tagen wird das Wahlvieh zur Stimmabgabe gebeten...

...und zum ersten Mal, seit ich wählen darf, bin ich mir nicht sicher, wem ich meine Erst- und Zweitstimme gewähren soll.
Wie ich hörte geht dies so knapp 52% der Wahlberechtigten.

Eigentlich dürfte ich keine Entscheidungsschwierigkeiten haben, schließlich bin ich Parteimitglied. Früher - bis zu Schröders Agenda 2010 - in der SPD, heute in der Linken. Doch selbst diese - in Teilen - sozialdemokratische Alternative zum etablierten Parteieneinheitsbrei CDUCSUSPDFDPBündnisgrüne erscheint mehr und mehr unwählbar, denn auch hier klappen bei näherer Betrachtung Anspruch und Wirklichkeit auseinander.

Theoretische Abhilfe könnte der Wahl-O-Mat schaffen, der diese Wahlsaison tatsächlich eine Premiere feiert - zumindest für mich. Denn wer traditionell linke Ansichten politischer Natur hat und dabei dennoch etwas Europakritisch ist - was keine Ablehnung des europäischen Gedankens bedeutet - dem wird die NPD als erster Wahlvorschlag angeboten, gefolgt von der Linken und anderen.

Bedenklich, irgendwie und man denkt dabei durchaus an die  Totalitarismustheorie, wobei der Vergleich zwangsläufig hinkt, denn die NPD kopiert ja - wie die anderen etablierten Parteien (CDUCSUSPDFDPBündnisgrüne) auch - lediglich die Forderungen der Linkspartei. Angereichert mit der notwendigen Ausländerfeindlichkeit, ohne die eine rechte Partei ja nicht als solche identifiziert wird. Obwohl Faschismus und Nationalsozialismus weitaus mehr sind - und längst wieder inmitten der Gesellschaft - unserer Gesellschaft - angekommen sind. Sofern sie jemals wirklich fort waren. Aber das ist wieder eine andere Geschichte...

Die Zweitstimme wird wohl doch mangels Alternativen an Die Linke gehen, obwohl ich ja kein ausgewiesener Fan von Alternativlosigkeit bin. Aber für die vorgebliche Alternative für Deutschland halte ich mich für zu clever und meine alte Tante SPD hat immer noch nichts aus den Folgen der Agenda 2010 gelernt, weder auf Führungs- noch auf Basisebene, denn die Basis sorgt ja doch wieder und wieder dafür, das sich oben nichts ändert. Über die Bündnisgrünen verlieren wir besser kein Wort, immerhin sprechen wir hier von einer Partei, die ihr Erbe - die Friedensaktivisten - längst verraten hat.
Also läuft es auf das vermeintlich kleinste Übel wählen hinaus, wie mir scheint. Denn es steht ja kaum zu erwarten, das bislang noch nicht etablierte Parteien regen Zulauf erhalten und sich so etablieren und über die Pirat(t)en wollen wir besser kein Wort verlieren.
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